FZIB bezieht Stellung: Inklusive Bildung und Schulassistenz
Liebe Inklusionsinteressierte,
aktuelle Medienberichte und politische Diskussionen zeigen deutlich: Die inklusive Bildung in Österreich steht zunehmend unter Druck. Errungenschaften der vergangenen Jahre werden in Frage gestellt, bildungspolitische Rückschritte sind wahrnehmbar. Zahlreiche Organisationen und engagierte Einzelpersonen, die sich für die Weiterentwicklung inklusiver Bildung und für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzen, haben diese Entwicklungen bereits kritisch kommentiert.
Auch auf Landesebene sind besorgniserregende Tendenzen erkennbar. In der Steiermark wurde ein Entwurf zur Novellierung der Durchführungsverordnung zum StSchAG veröffentlicht. In der vorliegenden Fassung würde dieser Entwurf mit erheblichen Verschlechterungen für Schüler*innen mit Behinderungen einhergehen – und das hätte darüber hinaus negative Auswirkungen auf das gesamte Bildungssystem.
Vor dem Hintergrund dieser kritischen bildungspolitischen Entwicklungen hat das FZIB Position bezogen und sich klar für die konsequente Stärkung inklusiver Bildung ausgesprochen – auf Bundes- wie auch auf Landesebene. Inklusion ist kein Zusatzangebot, sondern ein grundlegendes Recht und eine zentrale Voraussetzung für chancengerechte Bildung für alle.
Im Namen des Leitungsteams des FZIB möchten wir Sie darüber informieren, dass wir Beide Positionierungen basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, nationalen und internationalen Forschungsperspektiven sowie auf langjähriger Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Bildungs- und Praxisfeldern.
Unser Anliegen ist es, konstruktive Impulse für politische Entscheidungsprozesse zu geben und die nachhaltige Weiterentwicklung inklusiver Bildung im Sinne von Chancengerechtigkeit und Teilhabe zu unterstützen.
Diesem Anliegen werden wir auch weiterhin konsequent nachgehen!
Barbara Gasteiger-Klicpera, Caroline Breyer & Martina Kalcher
im Namen des gesamten FZIB-Teams der drei Hochschulen
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