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FZIB Newsletter 07/26
Freitag, 03. Juli 2026

Liebe Interessierte, liebe Leser*innen,

der FZIB Newsletter informiert Sie über die Aktivitäten des FZIB, aktuelle Forschungen und Veranstaltungen zu inklusiven Themen. Wir laden Sie herzlich ein, uns Ihre Beiträge über inklusive Forschungsprojekte in Österreich oder Veranstaltungen zum Thema Inklusion an fzib@uni-graz.at zu senden. Herzlichen Dank an alle, die an der Erstellung des Newsletters mitgewirkt haben!

Das FZIB-Leitungsteam: Martina Kalcher (PPH Augustinum), Caroline Breyer (PH Steiermark) und Barbara Gasteiger-Klicpera (Universität Graz)

Aktuelles

Andrea Holzinger und David Wohlhart haben auf Basis langjähriger Erfahrungen in der Curriculumsentwicklung für das Lehramt an Sonderschulen sowie für den Schwerpunkt bzw. die Spezialisierung Inklusive Pädagogik die Curricula von sechs Hochschulen analysiert. Im Fokus standen dabei Umfang und Inhalte der inklusions- und sonderpädagogischen Qualifikation. Die Ergebnisse dieser Analyse wurden in einem schriftlichen Diskussionsbeitrag zusammengefasst.

Der Beitrag mit dem Titel „Diskussionsbeitrag zu Entwicklungen in der Professionalisierung von Lehrpersonen im Spiegel inklusions- und sonderpädagogischer Anforderungen” versteht sich als Perspektive aus der Inklusionsforschung auf das im Regierungsprogramm angekündigte Vorhaben eines „Lehramts für Inklusion und Sonderpädagogik“ und möchte einen konstruktiven Beitrag zur aktuellen fachlichen Diskussion leisten.

Link Diskussionsbeitrag (lang)

Link Diskussionsbeitrag (kurz)

Aktuelles aus laufenden und kürzlich abgeschlossenen Projekten

  • Endspurt des Doktoratsprogramms LeSeDi

Das Doktoratsprogramm LeSeDi ist ein Kooperationsprojekt der Universität Graz, der Pädagogischen Hochschule Steiermark und der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum. Nach fast drei Jahren stehen nun alle sechs Dissertationen kurz vor ihrem Abschluss. Die Ergebnisse werden beim ÖFEB-Kongress in Innsbruck (siehe Einladung unten) präsentiert. Website: https://lesedi.uni-graz.at/de/unsere-forschung/

 

  • Endspurt im Erasmus+ Projekt I CO-COPE

Im Mai 2026 traf sich das Projektkonsortium zum vierten und letzten transnationalen Meeting in Gent (Belgien), um die finalen Projektschritte abzustimmen, Ergebnisse zusammenzuführen und einen erfolgreichen Projektabschluss vorzubereiten. 

Nach intensiven Arbeitseinheiten und einem produktiven Austausch stand am 21. Mai 2026 ein besonderes Highlight auf dem Programm: das transnationale Multiplier Event, an dem 170 Personen aus verschiedenen europäischen Ländern teilnahmen. Nach einer kurzen Projektpräsentation durch die Projektleitung Els Teijsen (UCLL) standen insbesondere Communities of Practice und ko-kreative Ansätze für inklusive Bildung im Mittelpunkt. In der Keynote „Co-Creating Inclusive Education: A Community of Practice“ gaben HS-Prof.in Caroline Breyer, PhD (PHSt) und Mag.a Priska Schukoff (Chance B) einen Überblick über die handlungsleitenden Konzepte des Projekts sowie praktische Einblicke in die Umsetzung der Community of Practice in den acht beteiligten Projektschulen gepaart mit zentralen Erfahrungen und Erkenntnissen aus dem Projekt. In den anschließenden Workshops hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich vertiefend mit den entwickelten Materialien und Tools auseinanderzusetzen und gemeinsam über den Transfer in die eigene Praxis nachzudenken. Der offene Austausch und die Diskussion unterschiedlicher Perspektiven machten deutlich, wie wertvoll Zusammenarbeit und Vernetzung für inklusive Bildungsprozesse sind.

Für Informationen zum Projekt steht Caroline Breyer (caroline.breyer@phst.at) gerne zur Verfügung! 

Websitehttps://ico-cope.be/

 

  • DigIDe PRO – Digital Tools for Intellectual Disability and Dementia: Professionalisation, Resilience, Outstanding Care

Im Erasmus+-Projekt DigIDe PRO arbeiten wir an der Entwicklung innovativer Lern- und Unterstützungsangebote für formelle und informelle Betreuungspersonen im Bereich Demenz und intellektuelle Beeinträchtigungen. Das Projekt wurde mit einem erfolgreichen Kick-off-Meeting am 4.–5. Dezember 2025 in Graz gestartet. Die Projektpartnerinnen und -partner kamen zusammen, um die Projektziele, Arbeitspakete und den Zeitplan zu besprechen.

Bedarfsanalyse: Als Grundlage für die Entwicklung der Fortbildungen und Tools wurde in allen Partnerländern eine Bedarfsanalyse durchgeführt. Mithilfe von Online-Befragungen, Expert*innengesprächen und einer umfassenden Literaturrecherche wurden die Bedürfnisse, Herausforderungen und Weiterbildungsbedarfe von formellen und informellen Betreuungspersonen von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und Demenz erhoben. Die ersten Ergebnisse der Needs Analysis werden am 27-29 Oktober 2026 auf der Alzheimer Europe Conference in Dublin präsentiert

Handbuch für Betreuungspersonen: Ein wichtiger Meilenstein des Projekts ist die Veröffentlichung des englischsprachigen Handbooks „The Caregiver’s Companion to Intellectual Disabilities and Dementia: 100 Real-Life Questions and Answers“. In diesem Handbuch werden 100 praxisnahe Fragen rund um die Betreuung von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und Demenz beantwortet. Die Inhalte basieren auf aktuellen Forschungsergebnissen sowie langjährigen Erfahrungen aus der Praxis.

Das Handbook ist sowohl als kostenloses E-Book (https://books.ugp.rug.nl/ugp/catalog/book/268) als auch in gedruckter Form (über Amazon) erhältlich. Derzeit wird dieses Buch in die Sprachen der Partnerländer übersetzt, an die jeweiligen nationalen Kontexte angepasst und über die Projektkanäle veröffentlicht.

Aktuelle Informationen und Neuigkeiten zum Projekt finden Sie hier.  

Unseren ersten Newsletter finden Sie hier.

Einladung zum Mitmachen

Arbeiten Sie als formelle oder informelle Betreuungsperson für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen? Dann freuen wir uns über Ihre Unterstützung! Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und helfen Sie uns dabei, bedarfsgerechte Materialien und Schulungsangebote für die Praxis zu entwickeln!

Hier gelangen Sie zur Umfrage: https://forms.gle/dsV6yNo3BnfLBSs17

Wir freuen uns darauf, die nächsten Projektschritte gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern umzusetzen und weitere Ergebnisse zu teilen!

Für Informationen zum Projekt steht Barbara Gasteiger-Klicpera (barbara.gasteiger@uni-graz.at) gerne zur Verfügung! 

  • Aktuelles und Ergebnisse des Teacher Academy Projekts EQui-T (European Quality Development System for Inclusive Education and Teacher Training)

Aktuelles aus dem Projekt

Am 14. Juni wurde das internationale Projekt EQui-T nach drei Jahren intensiver gemeinsamer Arbeit zu Inklusion, Barrierefreiheit und offenen Bildungsressourcen beendet (Info zum internationalen Abschlussevent weiter unten). Wir blicken auf eine lange Reihe erfolgreicher Netzwerkveranstaltungen zurück. 

Ein besonderes Highlight war der zweite Study Visit, der im Februar 2026 insgesamt 41 Teilnehmende nach Padua führte. Lehrpersonen, Studierende und Bildungsakteur*innen aus allen Partnerländern erhielten dabei Einblicke in gelebte Inklusion in Italien – von der Elementarpädagogik über schulische Unterstützungsstrukturen bis hin zu Beratungs- und Serviceangeboten für Studierende.

Darüber hinaus kam das internationale EQui-T-Netzwerk bereits zum achten Mal zusammen, um aktuelle Fragestellungen rund um inklusive Bildung und Open Educational Resources (OER) zu diskutieren. Die inspirierende Keynote mit dem Titel “Unterricht neu gestalten mit KI” lieferte wertvolle Impulse und Strategien zur Erstellung von individualisierten Lernressourcen mithilfe von KI. Im anschließenden Austausch wurden Erfahrungen geteilt, Herausforderungen diskutiert und gemeinsam Ansätze zur Weiterentwicklung inklusiver Unterrichtsmaterialien erarbeitet.

Auch auf nationaler Ebene wurde die Netzwerkarbeit kontinuierlich ausgebaut. Die sechsteilige Workshopreihe wurde erfolgreich umgesetzt. Die Themen reichten von Grundlagen zu OER und offenen Lizenzen über Plattformen und Recherchestrategien bis hin zu Qualitätseinschätzung offener Bildungsmaterialien anhand des EQui-T-Kriterienkatalogs. Darauf aufbauend adaptierten die Teilnehmenden eigene Unterrichtsmaterialien und setzten sich mit deren Lizenzierung auseinander. Zudem wurden Möglichkeiten aufgezeigt, Materialien über geeignete Plattformen zu teilen und damit den Bestand an offenen und inklusiven Bildungsressourcen weiter zu erweitern.

Den erfolgreichen Abschluss der Netzwerkarbeit bildete das gemeinsame EQui-T-Abschlussevent im Mai 2026, das die vielfältigen Aktivitäten und Ergebnisse des Projekts zusammenführte.

Für Informationen zur Netzwerkarbeit steht Caroline Breyer (caroline.breyer@phst.at) gerne zur Verfügung! 

Ergebnisse des Projekts

Nach dem Abschluss des Projekts sind nun die Ergebnisse in mehreren Sprachen auf der Homepage verfügbar: ein Handbuch für Lehrpersonen, ein Kriterienkatalog zu OER, ein Chatbot zur Unterstützung der Entwicklung von barrierearmen und inklusiven Lernmaterialien und ein MOOC. 

Das EQui-T Lehrpersonen-Handbuch ist ein Leitfaden für Lehrpersonen und andere Akteur*innen. Es unterstützt bei der Handhabung, Erstellung und Evaluation von Open Educational Resources (OER) für einen barrierearmen, differenzierten und inklusionsfördernden Unterricht. Das Handbuch ist derzeit in englischer Sprache verfügbar, wird aber in den kommenden Wochen auch in deutscher Sprache verfügbar sein. Es kann hier heruntergeladen werden. 

Der EQui-T – Kriterienkatalog ist eine umfangreiche Sammlung von Richtlinien und Kriterien, der Sie bei der Bewertung der Qualität von Open (Inclusive) Educational Resources (OER) unterstützt. Unabhängig davon, ob bereits existierende OER adaptiert oder OER selbst erstellt werden, die Arbeit mit dem Kriterienkatalog soll sicherstellen, dass die Ressourcen zugänglich und adaptierbar sind. Damit soll gewährleistet werden, dass jene OER, die im (inklusiven) Unterricht verwendet werden, den tatsächlichen Bedarfen aller Schüler*innen entsprechen und an ihre Lernmöglichkeiten angepasst sind. 

Der EQui-T - Kriterienkatalog ist in vier Kerndimensionen unterteilt: 

1. Inklusive Didaktik (inclusive didactics)

2. Technische und technologische Dimension (technical and technological dimension)

3. Diversitätssensibilität (diversity sensitivity)

4. Barrierefreiheit (accessibility)

Für jede Dimension finden Sie: 

- prägnante, praktische Empfehlungen (Recommendations)

- kurze Beispiele 

- eine downloadbare Checkliste zur Unterstützung der Reflexion und Umsetzung  

Den Kriterienkatalog finden Sie hier

Und wenn Sie keine Zeit haben, die Empfehlungen zu lesen, kann ihnen der EQui-T Chatbot weiterhelfen. Der Chatbot unterstützt Lehrpersonen bei der Erstellung und Qualitätsbewertung von barrierearmen OER, beantwortet Fragen und gibt Anregungen zur barrierearmen Gestaltung von Materialien für Schüler*innen mit unterschiedlichen Arten von Förderbedarf. Den Zugang zum Chatbot finden Sie hier.

Das Curriculum für das Training von Lehrpersonen zu den Themen Inklusion, digitale Kompetenz, OER, inklusives Design und Implementierung von OER sowie Evaluation, ist hier verfügbar. 

Alle Inhalte sind in einem MOOC zusammengefasst. Der EQui-T MOOC bietet Lehrpersonentrainer*innen sowie allen Interessierten die Möglichkeit, die Inhalte des Projekts flexibel und ortsunabhängig kennenzulernen. Über die iMooX-Plattform erhalten Sie Zugang zu allen Projektergebnissen, Lernmaterialien, Videos und weiterführenden Ressourcen - natürlich als OER.

Für Informationen zum Projekt steht Barbara Gasteiger-Klicpera (barbara.gasteiger@uni-graz.at) gerne zur Verfügung! 

Website: Projekt EQui-T - EQui-T

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

Rückblick/Veranstaltungen

  • 1.NEOS-Enquete zu inklusiver Bildung

Am 8. Mai 2026 fand im österreichischen Parlament die erste NEOS-Enquete zu inklusiver Bildung unter dem Titel „Recht auf Klasse – unsere gesellschaftliche Verantwortung“ statt. Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis diskutierten dabei aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für die Weiterentwicklung eines inklusiven Bildungssystems in Österreich. Auch das Team des Forschungszentrums für Inklusive Bildung (FZIB) war bei der Veranstaltung vertreten.

Foto (Uni Graz/Paleczek ) 

v.l.n.r.: Martina Kalcher (PPH Augustinum), Lisa Paleczek (Uni Graz), Edvina Bešić (Uni Wien), David Wohlhart (eh. PPH Augustinum)

  • EQui-T Abschlussevent

Am 7. Mai 2026 veranstaltete das österreichische EQui-T-Team (Uni Graz, PPH Augustinum, PH Steiermark) im Meerscheinschlössl Graz das EQui-T Disseminationsevent, bei dem über 80 inklusionsinteressierte Teilnehmer*innen – u.a. Lehrkräfte, Studierende und Forschende – begrüßt werden durften. 

Unter dem Motto „Schule neu denken: Wie OER und Digitalisierung Inklusion fördern“ wurde im Zuge eines abwechslungsreichen Programms nicht nur auf drei Projektjahre zurückgeschaut, sondern auch der Raum für Austausch und neue Ideen zur Weiterentwicklung von Bildungseinrichtungen geöffnet. 

Highlights des Tages:

  • 2 Keynotes: Dr.in Nikola Ebenbeck zum Thema Open Education for All: OER as a Tool for Realizing the UN CRPD und  Dr.in Lea Schulz zum Thema Digitale Medien im Bereich Inklusion
  • Coffee-Walk mit Präsentation der Projektergebnisse (z. B. EQui-T-Kriterienkatalog, Guidelines for dissemination, Handbuch für Lehrende).
  • 3 Workshops zu OER & 3D-Druck (Prof.in Heike Marie Krause, M.F.A., PPH Augustinum), zum Erstellen inklusiver Lernvideos (Dr.in Nikola Ebenbeck) und zu OER für den Unterricht (HS-Prof.in Caroline Breyer, PhD und Jessica Berger, MSc.).
  • OER-Marketplace, wo Studierende ihre selbst erstellten Materialien präsentierten

Die Nachlese zum Event finden Sie auf der Projektwebseite: https://equi-t-academy.eu/de/veranstaltungen-1/ 

Weitere Informationen zum Projekt: https://equi-t-academy.eu/de/

v.l.n.r.v.: Annalisa La Face (Uni Graz), Daniela Ender (PPH A), Jessica Berger (Uni Graz)

v.l.n.r.h.: Martina Kalcher (PPH A), Caroline Breyer (PHSt), Katharina Maitz (PPH A), Barbara Gasteiger-Klicpera (Uni Graz), Christina Hasenhüttl (PHSt), Stella Schatz-Steinkellner (PHSt), Veronika Ruhry (PHSt)

  • Erste Jahrestagung der Sektion IDU: FZIB mit aktuellen Forschungsergebnissen vertreten 

Im Rahmen der ersten Jahrestagung der neu gegründeten Sektion Inklusion, Diversität und soziale Ungleichheit (IDU) der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB) trafen sich Wissenschaftler*innen und Bildungsakteur*innen aus dem deutschsprachigen Raum, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven inklusiver Bildung zu diskutieren. Die Tagung fand vom 16.-17. März 2026 statt an der Pädagogischen Hochschule Steiermark statt und bot Raum für theoretische, empirische und praxisbezogene Beiträge.

Das Forschungszentrum Inklusive Bildung (FZIB) war mit dem gesamten Leitungs- und erweiterten Leitungsteam vertreten. In mehreren Beiträgen präsentierten die Mitglieder aktuelle Befunde aus gemeinsamen Forschungsprojekten und brachten diese in den fachlichen Austausch ein. Die Themen der Tagung knüpften dabei an zentrale Fragen inklusiver Bildung an: Wie können strukturelle Barrieren abgebaut, Teilhabechancen gestärkt und Bildungssysteme im Sinne eines umfassenden Inklusionsverständnisses weiterentwickelt werden?

Die erstmalige Durchführung der Sektionstagung markiert einen wichtigen Schritt für die wissenschaftliche Vernetzung im Bereich Inklusion, Diversität und soziale Ungleichheit. Für das FZIB bot die Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit, laufende Forschungsarbeiten sichtbar zu machen und neue Impulse für zukünftige Kooperationen und Forschungsaktivitäten mitzunehmen.

  • Grazer Forum Inklusion – 18. Juni 2026, Graz

Das Grazer Forum Inklusion fand am 18. Juni 2026 im Meerscheinschlössl der Universität Graz statt. Im Mittelpunkt stand das Thema „Autismus-Spektrum-Störung: Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit herausfordernden Situationen“. Die Fachvorträge, Praxisimpulse und Posterpräsentationen riefen großes Interesse hervor. Der Umgang mit herausforderndem Verhalten ist für Lehrpersonen und Fachpersonen ein hochaktuelles Thema. 

Im Rahmen der Tagung wurde von der LebensGroß Geschäftsführung Mag.a Susanne Maurer-Aldrian, der LebensGroß Forschungspreis für Inklusion 2026 verliehen. 

14 wissenschaftliche Arbeiten wurden eingereicht, zehn kamen in die engere Auswahl. Drei herausragende Arbeiten wurden ausgezeichnet – bewusst ohne Reihung. 

Stephanie Katona-Rotschopf (FH JOANNEUM): Kritische Analyse der Darstellung von Autismus in der Netflix-Serie Atypical

Armin Scheucher (FH JOANNEUM): Untersuchung zur Umsetzung von Diversitätsmanagement in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Denise Wiesmahr (Uni Wien): Forschung zur Erinnerungskultur anhand zweier Wiener Mahnmale für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Foto (Uni-Graz) 

v.l.n.r.: Barbara Gasteiger-Klicpera (Uni Graz), Denise Wiesmahr (Unit Wien), Armin Scheucher (FH Joanneum), Susanne Maurer-Aldrian (LebensGroß)

Aktuelle Termine und Terminankündigungen

  • Eventtag Wochen der Inklusion - 3. Juli 2026, Graz

Am Eventtag zum Abschluss der Wochen der Inklusion Graz am 03. Juli präsentieren sich das FZIB und zahlreiche weitere Organisationen sowie Vereine. Forscher*innen der PH Steiermark, der PPH Augustinum und der Universität Graz stellten aktuelle Inklusionsforschungsprojekte vor und sammeln Ideen für neue Vorhaben. Ein besonderes Highlight wird der Coding-Roboter Cubetto sein, der Besucher:innen spielerisch inklusives Lernen mit digitalen Medien näherbringt.

 

  • Save the date: ÖFEB-Kongress 2026, 29. September 2026 bis 02. Oktober 2026, Innsbruck

Der ÖFEB-Kongress 2026 „Bildung in Zeiten der Glokalisierung” in Innsbruck widmet sich den Herausforderungen von Bildung in einer zunehmend global vernetzten und zugleich lokal geprägten Welt. Im Fokus stehen Fragen zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen, Partizipation, Inklusion sowie den Wechselwirkungen zwischen globalen Entwicklungen und lokalen Bildungsprozessen.

Der Kongress bietet Raum für interdisziplinären Austausch und lädt zur Diskussion aktueller bildungswissenschaftlicher Fragestellungen ein. 

 

  • Save the date: Grazer Grundschulkongress, 6. bis 8. Juli 2026 in Graz

Der Grazer Grundschulkongress wird sich im Jahr 2026 dem Themenbündel “B³: Beobachten – Beurteilen – Befähigen“ widmen. Die Entwicklung von Kindern in der Grundschule ist ein komplexer und dynamischer Prozess, der sich unter anderem durch soziale, emotionale und kognitive Veränderungen auszeichnet. Pädagog*innen stehen vor der Herausforderung, diese Entwicklungs- und Lernprozesse zu beobachten, angemessen zu beurteilen und Schüler*innen auf vielfältige Weise zu befähigen. Im inhaltlichen Zentrum des Grazer Grundschulkongresses 2026 stehen einerseits die Thematiken Beobachten, Beurteilen und Befähigen in ihrer je eigenen Disziplin, andererseits die interdisziplinären Perspektiven, die neue Erkenntnisse und Reflexionen zu den hier angeführten Begriffen ermöglichen.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Grazer Grundschulkongresses:  www.ggsk.at

 

  • Einladung zum Online-Webinar „Digitale Grundkompetenzen von Menschen mit Lernschwierigkeiten sichtbar machen“ am 30. September 2026

Die Chance B und die Universität Klagenfurt laden herzlich zu dem öffentlichen Webinar ein, in dem die Ergebnisse des Erasmus+ Projekts InDiCo (Increase Digital Competences to Promote Inclusion) präsentiert und sich mit der Frage auseinandergesetzt wird, wie digitale Grundkompetenzen von Menschen mit Lernschwierigkeiten sichtbar gemacht werden können.

Das Webinar findet am 30. September 2026 von 13:30-15:00 Uhr über MS Teams statt und richtet sich an alle Interessierten – insbesondere an Fachpersonen aus der Erwachsenenbildung, Basisbildung, Behindertenarbeit, dem Digitalisierungsbereich sowie an Vertreter*innen aus Politik und Interessensvertretungen. 

Die Teilnahme ist kostenlos. Hier geht’s zur Anmeldung.

Aktuelle Publikationen

Holzinger, A., Reicher-Pirchegger, L., Kainhofer, J., Plattner, I., Schwarzenberger-Berthold, A. (2026). Qualifizierungskonzepte an Pädagogischen Hochschulen. In N. Hover-Reisner, A. Paschon, & W. Smidt (Hrsg.), Elementarpädagogik in Österreich. Entwicklungen und Herausforderungen (S. 225-248).

Krauss, A., Hövel, D.C., Schabmann, A., Gasteiger-Klicpera, B., Prinz, K., Seifert, S., Schmidt, B.M. & Hofmann, C. (2026). Die sozio-emotionale Entwicklung von Kindern mit LRS integriert fördern: Ergebnisse des Projekts «LUBO-LRS» Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik 32, 45-51. 

La Face, A., Pucci, V., Pendl, D. & Gasteiger-Klicpera, B. (2026). «Dementia doesn’t stand still. If you miss it, it’s too late.» Early recognition of dementia’s signs in people with intellectual disabilities: A qualitative study with formal caregivers in Austria. Journal of Intellectual Disabilities. doi.org/10.1177/17446295261464254

La Face, A., Pendl, D., and Gasteiger-Klicpera, B. (2026) ‘Name It to Tame It’: Dementia Diagnostic Procedure in Austrian Care Facilities for People With Intellectual Disabilities. An Interview Study. Journal of Intellectual Disability Research, 70: 481–490. doi.org/10.1111/jir.70085 .

Prinz, K., Mori, J., Fischer, U., Seifert, S., Tönnissen, L., Gasteiger-Klicpera, B., Hövel, D., Schabmann, A. & Schmidt, B. M. (2026). Challenging situations and protective factors of dyslexia from the perspective of students, parents, and dyslexia or speech-language therapists in Germany, Austria, and Switzerland: when I read something, I simply don’t understand anything. Educational Psychology in Practice 1, 1-20.  https://doi.org/10.1080/02667363.2026.2615060

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